Die Macht der Gewohnheit

Dem Begriff Gewohnheiten haftet in der Regel meistens etwas Negatives an.

Jedes Verhalten wird zur Gewohnheit, wenn es häufig genug wiederholt wird. Das ist so.

Wer etwa irgendwann jeden Abend nach Feierabend sein „geliebtes Bier“ trinkt, wird rasant – ganz von selbst – immer mehr Bier trinken.

Die Macht der Gewohnheit prägt daher unseren Alltag.

Wie kann man Gewohnheiten nutzen, um nachhaltig sein Leben zu verändern und wie stehen Gewohnheiten der Motivation von Menschen entgegen?


Was sind Gewohnheiten

Gewohnheiten sind ein Automatismus, der von der Natur jedem Menschen gegeben ist. Gewohnheiten beherrschen unser Leben. Sie bestimmen viele Abläufe, die du am Tag erledigst. Das fängt beim Aufstehen an und endet mit der letzten Aktion des Tages.

Diese Gewohnheiten oder Routinen haben einen sehr großen Einfluss auf dein Verhalten. Das Gute daran ist, du kannst dir die Macht der Gewohnheit zunutze machen und somit deine Verhaltensweisen Schritt für Schritt dauerhaft verändern.

Gewohnheiten ändern ist eine persönliche Entscheidung, die man entwickeln kann.
Unser Geist ist so formbar wie unser Körper. Mit deinem heutigen Verhalten akzeptierst du, wie du als Kind gewissermaßen programmierst wurdest. 

Du kannst jedoch deine Gewohnheiten verändern. Das Glas Wein beim Abendessen kann somit der Vergangenheit angehören.


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Foto von Jep Gambardella von Pexels


Gewohnheiten als Schlüssel


Seit einigen Jahren bin ich jetzt konstant mit meinem Wohlfühlgewicht unterwegs.

Wie leicht zu erkennen, war das aber nicht immer so. 


Doch seit 2013 habe ich mich immer weiter verändert...


Mittlerweile habe ich im Vergleich zu meinem Höchstgewicht über 20 kg abgenommen.


Gewohnheit


Mit dem Entschluss am 04.11.2020 nun endgültig Abstinenz zu leben und keinen Alkohol mehr zu trinken passe ich auch diesen Abschnitt Schritt für Schritt und jeden Tag an. 


Diese kleine Geschichte soll dir zeigen, dass eine konsequente Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderung möglich ist. Ich muss gestehen, dass die Art der Veränderung aber bestimmt nicht immer ganz einfach war und auch noch nicht ist. 

 Wenn du dir aber über viele Jahre etwas angewöhnt hast, dann lässt sich das auch mit den modernsten Methoden und der allergrößten Willenskraft nicht innerhalb weniger Tage ändern. Mut, Ausdauer und eine starke Mentalität sind wichtige Faktoren und der Schlüssel zur Veränderung.

Ohne das es mir bewusst war, hatte ich mit meinem Verhalten wohl eine wissenschaftlich fundierte Technik angewandt: Das „Transtheoretische Modell“ der beiden Psychologen Prochaska und DiClemente geht auf unterschiedliche psychologische Studien ein und beschäftigt sich mit den Prozessen und einzelnen Phasen einer Verhaltensänderung.


Und so gehts


Das allerwichtigste in der Phase eins ist das du dir selbst genügend Zeit gibst, um dein Leben grundsätzlich zu ändern. Wenn du wirklich, und das meine ich auch so, wirklich dein Leben ändern willst dann ist es ganz wesentlich, dass du dir nicht allzu viel vornimmst.

Deine Motivation wird am Anfang riesengroß sein und du möchtest am liebsten alles von heute auf morgen umkrempeln. Der eigentliche Trick besteht aber darin, dass große erst mal unerreichbare Ziel in einfache kleine umsetzbare Routinen herunterzubrechen.

  • Denk von Tag zu Tag. Nimm dir für heute Abend vor auf das Feierabendbier oder das Glas Wein zu verzichten. Denk daran wie du morgen früh aufstehen wirst ohne den Alkohol vom Vorabend. Am ersten Tag sind die positiven Effekte für Körper und Geist allerdings noch nicht richtig spürbar...
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Phase 2

In der zweiten Phase ist es von Vorteil, wenn du neue Gewohnheiten identifizierst, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Diese können völlig unterschiedlich sein. Wenn du zum Beispiel Frühaufsteher bist, dann stelle einfach deinen Wecker 30 Minuten früher. Teste es aus und nutze diese 30 Minuten für dich ganz allein. Schaff dir so eine neue Morgenroutine. Oder nimm dir beispielsweise vor jeden Abend eine kleine Runde zu joggen. Es ist egal, was es ist, Hauptsache es macht dir Spaß und unterstützt dich bei deinem Vorhaben. Wenn du jetzt deinen guten Vorsatz durchhältst und eine ganze Woche lang auf den Konsum von Alkohol Verzicht ist, kannst du die ersten positiven Auswirkungen schon spüren.


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Photo by Emma Simpson on Unsplash


Es gibt Gewohnheiten die lassen sich natürlich grundsätzlich leichter etablieren als andere. Wenn du dir wie oben beschrieben vornimmst jeden Abend eine kleine Runde zu joggen, um damit wider fit zu werden, fällt es dir leicht, dich an deinen Vorsatz zu erinnern. Damit kommst du viel schneller und zielgerichteter in die Umsetzung. Wenn du dir aber mental vornimmst bewusster zu leben und auf Alkohol zu verzichten handelt es sich hierbei um eine geistige Haltung, die irgendwann einfach vergessen wird. Aus diesem Grund solltest du deine neuen Routinen so wählen, das diese dich an dein Vorhaben sofort erinnern kein Alkohol mehr zu trinken.


Phase 3

Jetzt müssen sich deine neuen Gewohnheiten erst einmal etablieren. Ja, leider kommst auch du nicht darum, wenn du deine schlechte Gewohnheit ablegen willst und einige neuere und bessere installieren möchtest. Es geht um die Disziplin! Von heute auf morgen lässt sich leider kein neues Verhalten antrainieren. Du musst deine neue Handlung wirklich eigenständig und aus deiner festen Überzeugung heraus immer wieder praktizieren.
Gib daher nicht vor schnell auf, sondern entwickle deine persönliche Ausdauer, die du benötigst, um deine neuen Gewohnheiten zu installieren. Nach drei bis vier Wochen solltest du schon eine deutliche Veränderung wahrnehmen.


Fazit


Wirkliche Veränderung erfordert dein Engagement und dein Selbstverständnis darüber was deine neue Gewohnheit fördert. Es sind die kleinen täglichen Anpassungen im Alltag die dir Appetit machen, auf das große ganze Ziel kein Alkohol mehr zu trinken.

Jede neue von dir etablierte Routine hat eine weitere im Schlepptau und entwickelt dadurch eine Reaktion an deren Ende eine wirklich große bedeutende Veränderung steht. So könnte am Ende als Ergebnis nicht nur herauskommen, dass du kein Alkohol mehr trinkst, sondern dass du abgenommen hast und mittlerweile auch Marathonläufer bist.

Das Wichtigste ist demnach die positive Perspektive. Geh deine neue Veränderung mit Begeisterung an und belohne dich für deine Erfolge. Studien haben gezeigt, dass Menschen gesünder altern und länger leben, wenn sie nicht in starken Gewohnheitsmustern fahren, sondern neugierig offen und flexibel bleiben.


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Auf deine Veränderung & Liebe Grüße

Susen & Dirk



Quellen:

https://www.gero.uni-heidelberg.de/forschung/hd100.html

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1077722901800572

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Fotos Quelle: 123rf.com – Pexels.com

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